Allgemeine Geschäftsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter (1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Reparaturaufträge, Dienstleistungen und Verträge, die zwischen Fluxit (Inhaber: Abd El Salam Maallem, Wollmatinger Str. 37, 78467 Konstanz) – nachfolgend „Fluxit“ genannt – und dem Kunden geschlossen werden. (2) Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, Fluxit stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu. § 2 Vertragsschluss und Ablauf über die Webseite (1) Die Darstellung der Dienstleistungen auf der Webseite stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Auftrags/Angebotes dar. (2) Der Kunde kann über die bereitgestellten Kontaktwege (Kontaktformular, E-Mail) oder postalisch eine Anfrage stellen. Ein Vertrag kommt erst zustande, wenn der Kunde das Gerät an Fluxit übersendet oder übergibt und Fluxit den Reparaturauftrag ausdrücklich (z. B. per E-Mail) bestätigt oder mit der Durchführung der Reparatur beginnt. § 3 Reparaturablauf, Kostenvoranschläge und Analysepauschale (1) Der Kunde beschreibt den Defekt des Geräts so genau wie möglich. Nach Erhalt des Geräts führt Fluxit eine detaillierte Fehleranalyse durch. (2) Kostenvoranschläge sind fachmännische Schätzungen. Sollte sich während der Reparatur herausstellen, dass weitere verdeckte Defekte vorliegen, die die veranschlagten Kosten wesentlich erhöhen, wird der Kunde vor der Fortführung der Arbeiten informiert, um seine Zustimmung einzuholen. (3) Erfolgsgarantie: Mikrolötarbeiten auf Chip-Ebene sind hochkomplex und mit technischen Risiken verbunden. Fluxit übernimmt keine Garantie dafür, dass jedes eingesendete Gerät reparabel ist. (4) Sollte sich das Gerät als nicht reparabel erweisen oder lehnt der Kunde die Reparatur nach Erstellung des Kostenvoranschlags ab, wird eine vorher vereinbarte Analyse- bzw. Aufwandspauschale sowie ggf. die Rückversandkosten in Rechnung gestellt. § 4 Datensicherung und Datenverlust (WICHTIG!) (1) Die Sicherung der auf dem Gerät befindlichen Daten liegt ausschließlich in der Verantwortung des Kunden. Der Kunde ist verpflichtet, vor der Übergabe oder Einsendung des Geräts alle Daten (z. B. Fotos, Kontakte, Dokumente) extern zu sichern. (2) Fluxit übernimmt keine Haftung für den Verlust von Daten, Software oder Einstellungen, die im Rahmen der Fehleranalyse oder der Reparatur entstehen, es sei denn, der Verlust wurde von Fluxit vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht. Bei Arbeiten am Mainboard (Chip-Level-Reparaturen) besteht bauartbedingt immer ein erhöhtes Restrisiko für einen vollständigen Datenverlust. § 5 Mitwirkungspflicht des Kunden (Sperrcodes) Der Kunde ist verpflichtet, Fluxit vorhandene Sperrcodes (Entsperrmuster, PINs, Passwörter) mitzuteilen oder diese vor dem Einsenden zu entfernen. Dies ist zwingend erforderlich, damit die Funktionen des Geräts (z. B. Touch, Laden, Kamera) nach erfolgreicher Lötarbeit vollumfänglich getestet werden können. Weigert sich der Kunde, kann kein abschließender Funktionstest garantiert werden. § 6 Gewährleistung (1) Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Die Gewährleistungsfrist für die erbrachte Reparaturleistung und neu verbaute Ersatzteile beträgt für Verbraucher 24 Monate. Gegenüber Unternehmern (Geschäftskunden) wird die Gewährleistungsfrist auf 12 Monate beschränkt. (2) Ausgenommen von der Gewährleistung sind Mängel und Defekte, die nach der Übergabe/dem Rückversand durch Eigenverschulden des Kunden entstehen (z. B. Sturzschäden, erneute Wasserschäden, unsachgemäße Handhabung oder Eingriffe durch Dritte). (3) Besonderheit bei Wasserschäden: Bei Geräten mit bereits vorhandenen Feuchtigkeits- oder Wasserschäden wird keine Gewährleistung auf künftige Folgeschäden übernommen. Da Korrosion im Inneren des Geräts unvorhersehbar und zeitversetzt fortschreiten kann, wird hier nur der Erfolg der unmittelbaren Mikrolötarbeit geschuldet. § 7 Zahlungsbedingungen und Versand (1) Die Preise auf der Webseite oder im Kostenvoranschlag verstehen sich als Endpreise. Gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen und somit auch nicht aufgeschlagen. (2) Der Rechnungsbetrag ist sofort nach Abschluss der Reparatur fällig. (3) Bei persönlicher Abholung erfolgt die Zahlung bar oder über die angebotenen elektronischen Zahlungsmittel vor Ort. Bei postalischer Einsendung erfolgt der Rückversand erst nach vollständigem Zahlungseingang (Vorkasse per Überweisung oder PayPal). Die Kosten für den versicherten Hin- und Rückversand trägt der Kunde. § 8 Gesetzliches Pfandrecht & nicht abgeholte/rückgesendete Geräte (1) Fluxit steht wegen der Auftragsforderung ein vertragliches und gesetzliches Pfandrecht an dem in Besitz genommenen Gerät des Kunden zu. (2) Wird ein Gerät nach erfolgreicher Reparatur oder nach Erstellung eines Kostenvoranschlags nicht innerhalb von 3 Monaten nach Aufforderung abgeholt, bzw. kann ein Rückversand aufgrund einer fehlerhaften Adresse oder verweigerter Annahme/Zahlung nicht zugestellt werden, ist Fluxit berechtigt, das Gerät nach den gesetzlichen Vorschriften der Pfandverwertung (§ 1234 BGB) zu verwerten. Voraussetzung hierfür ist, dass Fluxit dem Kunden die Verwertung angedroht und eine Frist von mindestens einem Monat verstrichen ist. § 9 Haftungsbeschränkung (1) Fluxit haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen. (2) Für sonstige Schäden haftet Fluxit nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet Fluxit nur, sofern eine Pflicht verletzt wird, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht (Kardinalpflicht) – in diesem Fall ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. § 10 Schlussbestimmungen (1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. (2) Sofern es sich bei dem Kunden um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder um ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt, ist der Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag Konstanz. (3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. § 11 Besondere Bedingungen für Software-Modifikationen, Custom Firmware (CFW) und Modchips (1) Ausschluss von Piraterie und illegalen Inhalten: Fluxit bietet ausschließlich die technische Installation von Modifikationen, Modchips und Betriebssystem-Erweiterungen (Custom Firmware / Homebrew) an. Es werden zu keinem Zeitpunkt urheberrechtlich geschützte Spiele, ROMs, Isos oder sonstige illegale Softwarekopien auf die Geräte der Kunden geladen, vorinstalliert oder mitgeliefert. Der Kunde verpflichtet sich, das modifizierte Gerät ausschließlich im rechtlich zulässigen Rahmen (z. B. für eigene Sicherheitskopien oder Open-Source-Homebrew-Software) zu nutzen. (2) Erlöschen der Herstellergarantie: Dem Kunden ist bekannt, dass durch das Öffnen des Geräts, das Durchführen von Mikrolötarbeiten (z. B. Modchip-Einbau) oder das Verändern der originalen Systemsoftware jegliche bestehende Garantie oder Gewährleistung des Herstellers (z. B. Nintendo, Sony) unwiderruflich erlischt. (3) Risiko von Online-Sperren (Banns): Fluxit klärt den Kunden darüber auf, dass die Nutzung von Custom Firmware oder Modifikationen beim Verbinden mit den offiziellen Servern des Herstellers (z. B. Nintendo Network, PlayStation Network) zu einer permanenten Sperrung des Geräts oder des Benutzerkontos (sogenannter „Bann“) führen kann. Die Einrichtung von Schutzmaßnahmen (wie EmuMMC/EmuNAND oder DNS-Blockern) erfolgt nach bestem Wissen, bietet jedoch keine 100-prozentige Garantie. Fluxit haftet nicht für Netzsperren oder Account-Banns durch den Hersteller. (4) Updates der Systemsoftware: Der Kunde wird darauf hingewiesen, dass das Einspielen von offiziellen System-Updates des Herstellers nach einer Modifikation die Funktionsfähigkeit der Custom Firmware oder des Modchips beeinträchtigen oder das Gerät unbrauchbar („bricken“) machen kann. Für Schäden, die durch nachträgliche, eigenmächtige Updates des Kunden entstehen, ist die Gewährleistung ausgeschlossen.